Wer und wie

Das Team:

Dr. Pancetta – Reiseleitung 

Ich – Maschinist

Was wir uns dabei gedacht haben

Das Jahr 2016: Nach einer nahezu gelungenen Griechenland-Rundreise mit zwei geliehenen Motorrädern haben wir uns überlegt, dass erstens Griechenland wunderschön ist. Und zweitens – daher das „Nahezu“– ist es für uns nicht zufriedenstellend mit gemieteten Motorrädern merkwürdiger Optik und Machart herumzufahren, da haben wir höhere Ansprüche. Drittens ist man mit diesen Dingern eigentlich zu schnell unterwegs um alles um sich herum aufsaugen zu können.

Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub, und es fragte sich, wie soll es weitergehen? Denn wir verspürten Lust auf ausgedehnte Reisen in Südosteuropa.

Nein, so etwas möchten wir uns zukünftig nicht mehr antun…

Zu diesen oben erwähnten Punkten addieren sich natürlich die viel zu geringe Anzahl an zusammenhängenden Urlaubstagen sowie die vermeintliche Notwendigkeit, dass unter den normalen Umständen bei jedem Urlaub An- und Abreise zwingend erforderlich sind.

Nach mehreren Kaltgetränken auf einem Hotelbalkon in Thessaloniki am letzten Urlaubstag wurde uns klar, dass das meist gebaute Mokick aller Zeiten alle unsere Problem lösen würde: Simson S51.

Bei dem Ausblick von einem Hotelbalkon in Thessaloniki reiften die Gedanken für ein neues Urlaubskonzept

Warum?

Weil die Simsons offenbar nicht nur klein, leicht, schön, schön langsam, sparsam, recht einfach zu reparieren und relativ preiswert sind (waren…), sondern folgendes Konzept ermöglichen würden:

Um der wiederkehrenden Misere aus regelmäßiger An- und Abreise auf eigener Achse während einer fortschreitenden Südosteuropa-Erkundigung zu umgehen, könnte man in Etappen reisen.

Und genau das machen wir nun seit 2017. Soll heißen, wir stellen die Simsons immer im gewünschten Zielland bei freundlichen Menschen unter, reisen mit dem Flieger wieder nach Deutschland und zum nächsten Urlaub fliegen wir wieder zu den Mopeds hin und fahren weiter.

Von klarem Vorteil ist hier die Verwendung der Versicherungskennzeichen, so dass man weder für die Hauptuntersuchung noch für irgendwelche Versicherungen etc. wieder nach Deutschland zurückkehren muss. So lassen wir die Fahrzeuge im Grunde genommen seit 2017 außerhalb von Deutschland und haben, Stand der Dinge 2024, nun die Türkei erreicht.

So sind wir bislang gefahren

2017 Deutschland – Tschechien – Slowakei -Ungarn – Rumänien

2018 Rumänien – Serbien – Bosnien-Herzegovina – Serbien – Montenegro Montenegro – Rundreise Montenegro – Nordalbanien Nordalabanien – Südalbanien-Rundreise Albanien – Nordmazedonien – Bulgarien – Griechenland Griechenland – Bulgarien -Griechenland

Zum damaligen Zeitpunkt, also 2016, gab es jedoch ein klitzekleines Problem: Wir hatten keine zwei Simsons, mit denen wir solch ein Vorhaben hätten verzapfen können. Abgesehen von Null Ahnung hinsichtlich dieser Zweiräder. Aber das ließ sich ändern. Bisschen informiert und  2016 im Nirgendwo bei Thüringen zwei S51 käuflich erworben, in den Berlingo gesteckt.

Simson-Kauf bei völliger Ahnungslosigkeit. Übrigens, viele Grüße an den Sperling

Anschließend – passend zur Adventszeit – bei dieser Gelegenheit noch fix den Weihnachtsmarkt in Eger/Tschechien besucht, um den Einkauf mit dem einen oder anderen Glühwein zu begießen.

Große Feier auf dem Weihnachtsmarkt. Wäre Glühwein Sekt, hätte man die Korken knallen gehört

So stand einiges nun an Arbeit bevor, denn im Sommer sollten die Simsons reisetauglich sein.